Schreiben, aber unpräzise

Ist euch eigentlich schon einmal aufgefallen, dass seit einigen Jahren der Begriff „Rechts“ gleichgesetzt wird mit „Rechtsextrem“. Oder zumindest ist „Links“ gut und fortschrittlich, modern und hip. „Rechts“ ist jedoch spiessig, dumm, altmodisch und fremdenfeindlich. So will es uns zumindest das neueste Neusprech mitteilen.

Hier ein aktuelles Beispiel von einer Spiegel-Autorin:

schreiben - aber unpräziseSchön am Text: diese (ungewollte) Ironie. Möchte, dass wenn man schon „Gegen Rechte“ pöbelt, präzise ist, dass man für diese Gruppe die richtigen Begriffe verwendet.
Sie selber ist natürlich nicht so intelligent (ich weiss, dass wird sie nicht einsehen, vermutlich wegen dem Dunning-Kruger-Effekt), um zu bemerken wie äusserst unpräzise sie selber ist – wirft sie doch Rechte in einen Topf mit Rechtsextremen und Rassisten.
Ich vermute sogar stark, dass die gute Frau die beiden Wörter „Rechts“ und „Rechtsextrem“ bewusst oder unbewusst gänzlich synonym verwendet und in ihren Sätzen beliebig austauscht.

Wenn man ihren Satz also auseinander nimmt, steht da ganz klar: „Rechten mangelt an Moral“. Und es mangelt ihnen scheinbar an Moral (wenn man den Artikel liest), da sie gegenüber Flüchtlingen keine Empathie haben. Da sie lieber Zäune bauen. Zäune mit Stacheldraht bringen natürlich arme, kleine Kinder zum Weinen. Noch schnell ein Bild davon machen und an die Medien schicken. Wer hat denn schon kein Mitleid mit armen, kleinen, weinenden Flüchtlingskindern vor Stacheldrahtzäunen. Wer kann gegen weinende Kinder als Argument schon gewinnen. Langwierige und konservative Planungen sowie vorsichtige Abwägungen sind dagegen halt nicht besonders sexy. Ist halt einfacher sich mit einem „Refugees Welcome“-Schild an den nächsten Bahnhof zu stellen um zu zeigen wie weltoffen und tolerant man ist.
Wer will schon an die weiteren Konsequenzen des Massenhaften Imports von kulturfremden Menschen zu denken. Ist doch mühsam. Ist doch spiessig. Ist doch rääächts. Wird schon irgendwie gut gehen. Wir schaffen das!

Jedenfalls hat die Autorin offensichtlich ein Sprachproblem. Sie verwendet für unterschiedliche Dinge die selben Wörter.
Gut, das Problem liegt vielleicht auch darin, dass nicht mehr ganz klar ist (war es das jemals überhaupt?) was denn genau mit „rechts“ und „Rechten“ gemeint ist.
Die ursprüngliche Verwendung solcher Begriffe geht auf die Sitzverteilung innerhalb der französischen Nationalversammlung zur Zeit der Französischen Revolution zurück. Wikipedia meint dazu:

Die linke Seite „le côté gauche“ kennzeichnete eine revolutionäre, republikanische Stoßrichtung, während „le côté droit“ mehr zurückhaltende, der Monarchie freundlich gesinnte Vorstellungen vertrat.

Da ja alles Revolutionäre einen gewissen Reiz hat, eine gewisse Aura des Rebellentums, des Aufbegehrens gegen alte spiessige Strukturen wird also die Bezeichnung „Links“ von unseren Gutmenschen gerne geführt und wie eine Medaille nach aussen präsentiert.

Sollten wir lieber spezifischere Bezeichnungen wie progressiv, rückschrittlich, wert-konservativ, neumodisch oder liberal verwenden?
Solche Begriffe sind leider auch nicht immer ganz klar, da sie unterschiedlich ausgelegt werden. Was für die eine Person fortschrittlich ist, mag für eine andere Person rückschrittlich sein.

Ich ermuntere euch, in den Medien auf solche Begriffe in nächster Zeit genauer zu achten und deren Verwendung zu hinterfragen. Entwickelt euren kritischen Geist weiter und hinterfragt Artikel, Aussagen und Bezeichnungen. Selbst auf dieser Seite 🙂

Kaum einer ist zufrieden mit Angela Merkels Flüchtlingspolitik

Aktuelle Umfrage im Focus:

Focus-Umfrage zu Merkels Flüchtlingspolitik

 

 

 

Man merkt auch schön wie die Stimmung in vielen Medien langsam kippt, welche bisher treu auf der Regierungslinie „Wir schaffen das!“ waren.

Es gibt immer mehr kritische Artikel über Merkels (CDU) Flüchtlingspolitik – falls sie denn überhaupt eine konkrete hat.

Auch gibt es mehr Politiker, die öffentlich Kritik äussern, selbst aus den Reihen der Mitverschulder (CDU-Wendehälse).

Natürlich gibt es immer noch die einen Wenigen, welche zwar sicherlich Gute Vorsätze haben, aber auf Grund ihrer Naivität gar nicht sehen und abschätzen können, wer hier alles zur Zeit nach Europa strömt. Merkel rief nach Flüchtlingen und es kam eine fremde, reaktionäre Kultur Namens Islam.

Ich habe nicht das Gefühl, dass Vollpfosten wie Joghurt und Klaus oder „Ich wohne primär in London“-Grönemeyer Intelligenzweltmeister sind. Vielmehr sind sie von Emotionen getrieben, was ja an sich nicht verwerflich ist. Man sollte sich aber auch nicht zu sehr von ihnen leiten lassen.
Selbst in der Politik sind auch Emotionen nötig, aber aktuell hat man das Gefühl, dass primär auf das aktuelle Bauchgefühl einiger weniger Politiker geachtet wird und die langfristigen Auswirkungen entweder gar nicht bedacht oder bewusst ignoriert werden.Man sagt ja so schön „Gut gemeint“ ist das Gegenteil von „Gut gemacht“ oder „Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Absichten“ – diese Sätze kommen mir immer wieder in den Sinn, wenn ich Leute wie Joko Winterscheid sehe, die sich scheinbar generell für ein Recht auf Asyl aussprechen (nicht nur für wirklich asylberechtigte gemäss Asylrecht) und sich nicht erblöden dann Kritiker an solchen Äusserungen generalisiert als Idioten, Dreck und Intelligenzflüchtlinge zu beleidigen.
Sigmar Gabriel war ja nicht besser, als dass auch er sehr generalisiert die Kritiker der Migrationsströme als „Pack“ bezeichnete – mittlerweile ist er (auch ein Wendehals) etwas zurückgerudert.
Ich nehme an das hier Nazi- oder Minderwertigkeits-Komplexe im Spiel sind. Man möchte sich zwanghaft von der deutschen Vergangenheit (die „ewige Schuld“) befreien, die scheinbar durch Sippenhaft immer noch selbst an den jüngsten deutschen Generationen hängt. In einer Übersprung-Reaktionen möchte man der Welt beweisen, wie offen, tolerant und anti-deutsch doch Deutschland nun ist – man würde nie wieder einen Weltkrieg anzetteln oder andere auf Grund ihrer Rasse oder Religion verfolgen.
Das Hetzen und die Verfolgung gegen Andersdenkende (nennen wir sie „Flüchtlingspolitik-Kritiker“) ist aber scheinbar für solche Gutmenschen kein Problem. Das sie dabei selber oft so handeln wie Faschisten und auch deren Wortwahl haben ist ihnen scheinbar egal.

Ich denke weiterhin, dass sich die Lage nochmals weiter zuspitzen wird und der grosse Knall uns noch bevorsteht, aber ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren. Da die Flüchtlingskrise ja nun Chefsache ist, wird Mutti dass sicher irgendwie meistern können.

In Unschuld gewaschene Hände (via RHEINGOLD)

Dank eines Kommentars auf dem Blog von „Tangsir“ bin ich auf den untenstehenden, sehr lesenswerten Artikel gestossen. Ein wunderbares journalistisches Lehrstück, welches uns aufzeigt, dass der Kulturrelativismus ein Irrweg ist. Pflichtlektüre!

Aus der Zeitschrift Phase 2, Nr. 37 Über partikulare Interessen und universelle Werte in der Diskussion um internationale Interventionen Der Geruch, die Geräusche? Ob die Frauen geschrien haben beim Verbrennen? Oder saßen sie nur stumm in den Flammen, selbstzufrieden, mit sich und der Welt im Reinen, sogar glücklich, weil sie ihrer ureigenen kulturellen Auffassung vom Weg, den eine treue Witwe mit dem verstorbenen Ehemann teilen sollte, so beredt … Weiterlesen

via RHEINGOLD

Moslem-Integration: Manchmal heißt ein Problem lösen, sich vom Problem zu lösen! (via Fakten – Fiktionen)

Fakten – Fiktionen“ hat einen kurzen Beitrag gebracht, über einen sehr lesenswerten Artikel auf „Welt Online“ zur wieder aufgeflammten deutschen Integrationsdebatte. Man kann sich über Thilo Sarrazin empören und seine Thesen/Fakten für falsch halten. Ob sie dass sind ist erstens eine andere Sache und zweitens kann man ihm zugestehen, dass er die längst überfällige Diskussionsdebatte endlich angestossen hat. Auf einmal trauen sich selbst die konservativen Politiker wieder konservativ zu sein. Zwar löst dies auch vermehrt den mütterlichen Gutmenschen-Instinkt aus und die selbsternannten Retter der Unterdrückten und Minderheiten stellen sich schützend vor ihre Schützlinge.

Doch es geht hier ja zum Glück nicht um das vertreten von braunem Gedankengut. Es geht hier um die Wahrung und Stärkung unserer sogenannten westlichen Zivilisation. Es geht um die Wahrung der Demokratie und der universellen Menschenrechte. Irgendwann wird vielleicht auch noch der letzte Gutmensch einsehen, dass die Muslime keine schwache Minderheit sind und dass es so etwas wie einen friedlichen Islam nie gegeben hat, nicht gibt und nie geben kann. Denn der Islam, der mit dem Grundgesetz kompatibel ist, müsste die Scharia zu grossen Teilen verwerfen – folglich wäre dies kein Islam mehr, sondern eine neue Religion, welche aus dem Islam entstanden ist und jeder der sich als angehöriger dieser Religion bezeichnet und sich auch als Muslim bezeichnet, würde von den orthodoxen Muslimen im besten Fall belächelt werden, im schlimmsten Fall als Apostat getötet werden.

Selten so einen guten Artikel von einem relativ Unbekannten gelesen! Reinhard K. Sprenger heißt der Mann, der nur unter Lesern von Management-Literatur einen Namen hat. Aber lesen Sie selbst! Fünf Sterne! Hier ein paar Zitate (…) Weiterlesen

News roundup, 19.09.2010