Angelockt von den Rufen von Mutti Merkel und vom Traum eines besseren Lebens ziehen zur Zeit zehntausende, gar hunderttausende Menschen aus Syrien, Irak aber auch Afghanistan, Pakistan und Tunesien Richtung Europa mit dem Primärziel Deutschland. Auch Schweden hat auf Grund von guten Leistungen für Asylanten und weil schon hunderttausende Landsleute oder zumindest Umma-Brüder dort sind (wohliges einnisten in eine bestehende Parallelgesellschaft) eine starke Magnetfunktion.

Die EU möchte zur Zeit gar nicht die Ursachen dieser Migrations-Ströme bekämpfen, sondern präsentiert als „Lösung“ ein Verteilschlüssel für die hereinströmenden Personen, welche zu einem Grossteil aus einem fremden Kulturkreis kommen, welche die (noch) ansässige Kultur als minderwertig und unwürdig verachten. Sogar die Schweiz, wohl suizidal veranlagt, zeigte sich bereit bei diesem Islam-Import mitzumachen.
Dies veranlasst einige Regierungen oder zumindest Teile davon etwas aus dem gewohnten Muster auszubrechen und gegen EU-Pläne zu agieren. So wurden in den letzten Wochen in einigen EU-Ländern wieder Grenzkontrollen eingeführt. Wiederum kurios mutet es an, dass den Ungarn seitens der EU Vorwürfe gemacht werden, weil Sie an EU-Aussengrenzen Grenzzäune errichten, Angriffe auf ihre Grenzposten abwehren, Flüchtlinge registrieren und diese in Auffanglager platzieren und dort versorgen – alles eigentlich Punkte die in völligem Einklang mit EU-Gesetzen, -Richtlinien und -Vorgaben stehen. Die Angst der EU-Eliten und EU-Linken vor einer Rückkehr zu eigenständig denkenden und agierenden Nationalstaaten treibt zu merkwürdigen Blüten.

Ich teile nicht die vielfach geäusserten Verschwörungstheorien, dass diese Migrationsströme einem grösseren Plan zu einer Umvolkung entspringen, so dass die EU neue, besser steuerbare Bürger erhält oder dass dies ein Destabilisierungsplan von Europa der USA sei.
Meistens kommen solche Äusserungen von Seiten und Personen die statt Internet „Weltnetz“ sagen oder von Personen die Äusserungen im Stile von „USrael sollen den Palästinensern das besetzte Land zurückgeben“ sagen. Also kurz gesagt von braunen, antisemitischen Verschwörungstheoretikern welche die USA und Juden für alles Leid in der Welt verantwortlich machen. Solche Leute sind „nicht hilfreich“ um Probleme zu lösen und sind keine Partner für den Kampf gegen den radikalen Islam (und ja, ihr könnt euch von diesem Blog verpissen, falls ihr euch zu dieser Gruppe zählt).

Vielmehr ist es einfach so, dass die Migrationsströme die Folge von Dummheit, Naivität und missglückten Eingreifversuchen aus Eigeninteressen (Fehlplanung) sind.
Einerseits bombardierte man euphorisch einigermassen stabile und moderierende (wenn auch sicherlich diktatorisch agierende) Regierungen in Ländern wie Libyen oder dem Irak weg oder bewaffnete Islamisten, damit diese Iran-Treue Regierungen (Assad-Clan in Syrien) schwächen würden.
Auch waren viele Politiker und Medien in westlichen Ländern nicht zu blöd der islamistischen Muslimbruderschaft-Regierung in den Arsch zu kriechen und deren Wahl als ein Zeichen von Demokratisierung zu deuten während sie das wahre Zeichen dafür, nämlich eine Zivilgesellschaft, welche diese reaktionären Islam-Fanatiker wieder mit Hilfe der Armee aus dem Amt jagte als undemokratisch verunglimpfte.
Aber was erwartet man von Leuten, welche jahrelang sich nicht dafür schämten den offensichtlichen Islamisten Erdogan zu unterstützen und seine Türkei als Vorbild für ein modernes, islamisches Land zu betrachten. Ich befürchte es wird solche Idioten noch immer geben auch wenn es  nun bald in der Türkei zum Bürgerkrieg zwischen türkischen Nationalisten und Islamanhängern gegen die kurdische Minderheit kommt. Als Krönung dieser Idiotie womöglich sich die NATO sogar noch genötigt sieht den Unrechtsstaat Türkei bei diesem Kampf zu unterstützen.
Andererseits ist der aktuelle Zustand, wie vorhin bereits erwähnt, eine Folge von Naivität und Unfähigkeit unserer Politiker und damit denke ich vor allem an den aktuellen US-Präsidenten und die Führung der EU.
Wie man am Beispiel vom jungen Ahmed und seiner zusammengebauten Uhr sehen kann, trifft der US-Präsident keine Entscheidungen auf Grund von Fakten, wohlüberlegten und abgewogenen Gedanken sondern auf Grund einer vermuteten kollektiven Mehrheits-Emotion und dem aktuellen Facebook-Zeitgeist – diese faktenlose Meinung wird obendrauf mit der Kadenz von Twitter-Beiträgen gebildet oder umgebildet.
Auch aus Aussenpolitischen Fehlschlägen wie Vietnam oder Afghanistan hat man scheinbar nichts gelernt. Man meint weiterhin, dass es scheinbar eine gute Idee ist Islamisten der Strömung X zu bewaffnen, damit diese gegen Islamisten der Strömung Y und eine unliebsame Regierung kämpfen sollen und das am Ende Strömung X auf zauberhafte Weise in eine demokratische Zivilgesellschaft mutiert.

Gut, wie auch immer, das Chaos ist nun da und wir müssen uns überlegen wie wir in Europa nun diese Situation meistern so dass uns nicht dasselbe Schicksal erteilt wie die Indianer in Amerika. Ist das Schwarzmalerei? Ich freue mich auf jeden, der mir garantieren kann, das so etwas nicht passiert. Bis das soweit ist, gehe ich mal vorsichtshalber von einem, für die westliche Kultur ungünstigen Szenario aus – lieber nichts anbrennen lassen.

Nachfolgend stichpunktartig meine Ideen zur Lösung oder zumindest Verminderung des aktuellen Chaos, frei nach dem Motto, das aussergewöhnliche Probleme auch aussergewöhnliche Lösungen benötigen. Vielleicht bietet es ja zumindest dem einen oder anderen neue Denkansätze:

  • Keine Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlinge/Glücksrittern, nur aufnahme von Wirklich verfolgten
  • Priorisierung von Aufnahme von Minderheiten, welche durch Islam-Terror wirklich bedroht sind, sprich: Christen, Jesiden, Atheisten/Agnostiker, Homosexuelle, etc.
  • Nicht-integrierte asyl-berechtigte sind nach Ende des Konfliktes/der Konflikte ebenfalls wieder in ihre Herkunftsländer zurückzuführen. Gibt es diese Länder nicht mehr in der alten Form, dann müssen sie in ihren Kulturkreis zurückgeführt werden (näheres dazu später).
  • Zur Abschreckung von Migrationsversuchen von Wirtschaftsflüchtlingen müssen diese nach Ablehnung ihres Asyls im Eilverfahren zurückgeführt werden. Ausserdem mediale Massnahmen in Print- sowie TV-Medien und sozialen Netzwerken mit abschreckenden Botschaften und Bildern (natürlich alles gesittet und menschlich, aber eloquent und faktisch).
  • Damit Deportationen/Rückführungen von nicht asyl-berechtigten auch wirklich durchgeführt werden können muss natürlich zuerst etwas getan werden, ansonsten sind diese Massnahmen natürlich nicht durchsetzbar:
    • Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland mit einer Truppenstärke von 400’000-500’000 Mann (Frau_Innen inbegriffen)
    • Unter Führung von Frankreich, Deutschland, den USA und Gross Britannien militärisches Eingreifen in Syrien und im Irak mit Bodentruppen und Besetzung dieser Failed States. Andere europäische Staaten sind herzlich eingeladen dieser neuen Allianz, nennen wir sie „Allierte“ oder „Neue Allierte“, beizutreten oder diese anderweitig zu unterstützen.
    • Ausrufung der Republik Kurdistan mit gebieten in den ehemaligen Ländern Syrien und Irak (Türkei-Teil wird vorerst noch nicht inkorporiert)
    • Kurdistan steht unter Schutz der neuen Allierten und unterstützt diese im Kampf gegen die Islamisten
    • Bekämpfung des islamischen Staates und allen anderen Rebellentruppen, welche die Allierten bekämpfen
    • Assad kann seine wenigen verbliebenen Hochburgen (nennen wir sie Alawitistan) in Küstennähe behalten sofern er die Besetzung/Vorherrschaft des restlichen Landes durch die Allierten akzeptiert. Zusammen mit den Russen kann er dieses Gebiet auch wieder aufbauen.
    • Aufbau von neuen Regierungen und Verwaltungsstrukturen nach westlichem Vorbild in den ehemaligen Gebieten von Syrien und Irak welche nicht zu Kurdistan und Alawitistan gehören; nennen wir dieses neue Gebiet „Palästina“ (ja, das ist der Knüller, endlich gibt es wieder ein Palästina!)
    • Ent-Islamisierung von Palästina analog der Ent-Nazifizierung im zweiten Weltkrieg: Verbot der Scharia, nur säkulare Ausbildungen sind erlaubt. Strikte Trennung von Religion und Staat. Keine Toleranz und Respekt für religiöse Gefühle, jedoch kein Verbot von Koran und islamischen Symbolen dafür kritische Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit und an Ausbildungsorten mit der religiösen Irrlehre „Islam“ und auch an anderen Irrlehren. Man könnte z.B. ein neues Schulfach „Ideologie-Abwehr“ einführen, wäre auch bei uns ganz sinnvoll.
    • Rückführungen von Wirtschaftsflüchtlingen und nicht in die westliche Kultur integrierbaren Personen in das Protektorat „Palästina“. Unterstützung dieser Personen und auch der Menschen die vor Ort geblieben sind beim Aufbau von Palästina so dass diese vor Ort ihr neues Paradies wiederfinden und Auswanderungsgründe vermindert werden.
    • Auflösung des Gaza-Streifens und Wiedereingliederung des Gebietes nach Ägypten, zuvor aber Überführung der dortigen arabisch-stämmigen Bevölkerung in ihre Heimatländer (Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien) oder wahlweise in das neue Protektorat „Palästina“.
    • Überführung der arabischstämmigen Bevölkerung des West-Jordan-Landes, welche nicht in Israel leben möchte, nach Jordanien oder wahlweise ins Protektorat Palästina. Eingliederung West-Jordan-Land in den Staat Israel.
    • Protektorat Palästina bleibt für mindestens 50 Jahre besetzt, bis mehrere Generationen säkularisiert und ent-islamisiert wurden: d.h. bis eine stabile Zivilbevölkerung aufgebaut wurde, welche die Errungenschaften der überlegenen säkularen Kultur der reaktionären islamischen Kultur vorzieht und bereit ist diese zu verteidigen.
  • Ent-Islamisierungs-Programme auch in Europa, damit primär die Asylsuchenden aus islamischen Ländern nicht hier auch nochmals Opfer der Folgen einer islamischen Kultur und Herrschaft werden müssen.

Offene Fragen die zu klären wären (nur um einige zu nennen):

  • Verhältnis zur und Situation in der Diktatur Saud, welche Saudi-Arabien besetzt hält und eigentlich dem Islamischen Staat in nichts nachsteht
    • Beendigung der Betrachtungsweise von Saudi-Arabien als Bündnispartner
    • Ächtung der saudischen Herrscher
    • Finanzierungsverbot von Moscheen oder anderen Islam-Projekten für saudische Bürger
    • Unterstützung der säkularen Zivilgesellschaft in Saudi-Arabien durch westliche Staatsoberhäupter
  • Verhältnis zur und Situation Diktatur Erdogan/AKP in der Türkei in Bezug auf Besetzung des ehemaligen Byzantinischen Reiches:
    • Vorschläge:
      • Rauswurf aus der NATO
      • Beendigung EU-Beitrittsgespräche
      • Unterstützung der Kurden beim kommenden Bürgerkrieg
      • Eingliederung von türkisch Kurdistan in Rest-Kurdistan nach Bürgerkrieg
      • Inkorporation der Resttürkei (mit Nordzypern) in Griechenland, Zypern und Armenien
      • Enttürkisierungs- und Entislamisierungs-Programme für alle Bürger die am reaktionären Türkentum und Islam festhalten wollen
  • Iran
    • Vermutlich kein Eingreiffen von Aussen nötig, da das iranische Volk selber die Mullahs schon an Baukränen aufgeknüpft haben wird und das Land selbstständig ent-islamisieren wird

Also, packen wir es an. Wie Ghandi schon so schön sagte: „Seien wir die Veränderung, welche wir in der Welt sehen wollen!“

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2 Gedanken zu “Der Isley-Plan zur Lösung des Syrien-Konfliktes und der Palästina-Frage

  1. Um die Ursache des Übels zu beseitigen KÖNNTE das eine Möglichkeit sein! KÖNNTE!
    Zu den „Neuen Alliierten“ müssten mindestens auch Rußland und China gehören! Andernfalls wird das nix! Da müssen schon alle an einem Strang ziehen! Sonst bekommen wir wieder die Situation, daß die Russen und/oder China die Gegenseite (wie die Amis es etliche Male getan haben) unterstützen und z.B. mit Waffen beliefern.
    Und wir dürfen nicht vergessen, daß man die „Neuen Alliierten“ keineswegs als Befreier willkommen heißen wird. Da werden sich plötzlich Allianzen bilden von Gruppen die sich noch 1 Stunde vorher gegenseitig massenweise massakriert haben.
    Das würde auch militärisch kein Spaziergang, außer mit massivsten Militärschlägen die eine große Zahl toter Zivilisten in Kauf nimmt; was wiederum dem Gegner Kämpfer in großer Zahl zutreiben würde.
    Einen wahrscheinlich entstehenden Partisanenkampf kann eine reguläre Armee nicht gewinnen solange sie nur „mit einer Hand auf dem Rücken“ kämpft (siehe Vietnam, Afghanistan, Irak). Zu gewinnen wäre das nur wenn alle Alliierten mit voller Kraft und vollem Einsatz kämpfen, wie zu Zeiten gegen Nazi-Deutschland und Japan!

    Das allerdings würde einen sehr hohen Preis fordern! 1. müssten die Alliierten bereit sein sehr viele ihre Soldaten in Leichensäcken heimkehren zu sehen, 2. müsste die Zivilwirtschaft auf Kriegswirtschaft umgestellt werden (von wegen voller Kraft und vollem Einsatz) und dies für sicher längere Zeit als gegen Braun und „Aufgehende Sonne“, und 4. werden allein die militärischen Kosten für eine wahrscheinlich langfristige Besetzung enorm sein.
    Dazu kämen die Kosten für den Wiederaufbau, die Aufrechterhaltung und Erweiterung der sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur, usw.

    Sind wir bereit diesen Preis zu zahlen?

    Mal ganz davon ab, daß die „Umerziehung“ mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren wird! Die Sowjetunion hat es in 70 Jahren nicht geschafft ihrer Bevölkerung das Christentum oder den Islam, das National- oder Stammesdenken/-gefühl auszutreiben, geschweige denn den sich nur dem Kollektiv verpflichtet fühlenden „neuen“ oder“sozialistischen/kommunistischen Menschen“ heranzuziehen!
    Hier wäre die Aufgabe ähnlich!
    Das wäre machbar!
    Allerdings, wie Edgar L. Gärtner mal feststellte: „Wer den neuen Menschen will, muss die alten beseitigen.“ Können, wollen wir das?

    Auch wenn es zunächst off topic wirkt!
    Ich habe vor Jahren mal einen SF gelesen der die Konsequenzen deutlich machte:
    Außerirdische erobern die Erde und sobald irgendwo nur ein Funke von Widerstand und Gewalt erscheint radieren sie die jeweiligen Orte, Dörfer, Städte mitsamt der Bevölkerung komplett aus. Das geht über Jahrzehnte so bis nur noch wenige Menschen überlebt haben.
    Dann wird ein kleiner Junge geboren der, egal was man mit ihm anstellt, absolut nicht aggressiv reagiert!
    An dem Tag erklären die Außerirdischen ihre Aufgabe wäre erfüllt! Sie hätten nur mit Unwillen so viele Menschen getötet, aber es wäre der einzige Weg gewesen um die Menschheit zu befrieden, um einen friedlichen Menschen zu schaffen, den man ruhigen Gewissens auf den Rest der galaktischen Zivilisationen loslassen könne!

    Obendrein, aufgrund welchen Rechts soll das geschehen?
    Täte man es wie angeregt, wäre das genau der Rückfall in den Zustand in dem sich Staaten oder Gruppen von Staaten einfach das Recht herausnehmen so zu handeln wie sie meinen das es richtig, und zwar nicht für sich und ihre Bevölkerung, sondern für andere Staaten, die Bevölkerung anderer Länder, sei!
    Darin steckt – so leid es mir tut – schon eine gehörige Portion kolonialen Hochmuts, bzw. „Am deutschen /westlichen Wesen …..“!
    Und Danken würde man es uns auch nicht!

    Ich kann das Gefühl der Ohnmacht, den Gedanken „Verd…., so kann es doch nicht weitergehen!“ der hinter solchen Überlegungen steht, gut verstehen, jedoch fällt mir dann immer Erich Kästners kleine Geschichte vom gordischen Knoten ein, in dem er sich darüber beschwert, daß niemand den Namen des Menschen kennt der diesen Knoten geknüpft hat und das, weil auch er ihn nicht aufknüpfen kann, Alexander der Große ihn einfach mit dem Schwert durchhackt! Kästners Resümee: Vielleicht wäre es an der Zeit die Leute die bei jedem Knoten nach dem Schwert rufen, durchzuhacken, statt der Knoten!

    Ich weiß auch keine Lösung, aber der Preis für Obiges wäre verdammt hoch! Und das ohne Funktionsgarantie!

    1. Du hast natürlich wahrscheinlich Recht und ich teile deine Einschätzung. Der Artikel war mehr ein Gedankenspiel um eine Diskussion anzuregen, auch wenn die Erkenntnis dann ist, dass wir es eben so nicht machen können oder die Erkenntnis ist, das einzelne Punkte vielleicht brauchbar sind und der Rest grosser Müll.

      Grundsätzlich sehe ich es so wie ich vor einigen Tagen bereits in einem Online-Kommentar zu einem Artikel über die aktuelle Flüchtlingssituation in einer Schweizer Zeitung geschrieben habe, den ich leider nicht mehr finde – aber ich versuche es mal zu Rekonstruieren:
      Die islamische Welt muss meiner Ansicht nacht zwangsläufig eine Art Aufklärung analog der Aufklärung welche die christliche/westliche Welt erlebt hat durchlaufen und dieser Prozess ist aktuell bereits im Gange – wie lange der dauert, weiss niemand, aber das kann Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte dauern. Ausserdem ist gar nicht gesagt, dass dieser Prozess erfolgreich verläuft und wenn, dann müssen die aufklärerischen Werte auch in der islamischen Welt, wie auch in Europa immer wieder auf’s neue verteidigt werden. Warum ist das nötig? Die islamische Welt ist Gefangen im Korsett von Mohammed, dem Koran und der daraus resultierenden islamischen Lehre. Das Resultat davon sind wirtschaftliche und gesellschaftliche Rückstände zum Rest der Menschheit. Schon der Einfluss den eine islamische Erziehung (familiäre und kulturelle Prägung durch islamisches Rahmenwerk) auf Männer hat ist eine grosse, destruktive Komponente. Viele muslimische Männer haben dadurch einge gestörte Beziehung zu Sexualität und können eine auf Vertrauen und Gleichberechtigte Beziehung (wie sie im „Westen“ häufig anzutreffen, zumindest aber angestrebt ist) nicht ausleben. Sie werden in eine Rolle hineingepresst mit dem Label „Herrscher über die Familie, vor allem über die Frau“ und es wird ihnen unmöglich gemacht in ihrer Pubertät eine (sexuelle) Beziehung zum anderen Geschlecht (oder noch verrückter für die islamische Welt, zum gleichen Geschlecht) aufzubauen. Die Frauen wiederum bekommen eingetrichtert, dass ihr Platz der Herd ist und dass sich ihre Rolle hauptsächlich auf das Kinderkriegen beschränken soll. Beides keine sehr gute Basis für eine Gesellschaft.
      Zum Glück gibt es aber natürlich in der islamischen Welt viele Familien und auch Einzelpersonen, welche trotz Islam-Indoktrination und -Korsett diesen reaktionären Denkmustern entspringen konnten und ein normales Leben führen oder führen möchten. Ich denke da z.B. an Raif Badawi und seine Frau, welche im wahabitischen Saudi-Arabien einen freien Geist entwickeln konnten – ich nehme an, der menschliche Geist erkennt (in der Regel?) das unnatürliche Rahmenwerk, in welches eine islamische Gesellschaft in zwingen möchte und erkennt auch die Widersprüche in der islamischen Lehre. Dies stösst natürlich dank Denkprozess an an deren Ende bei den einen die Erkenntnis folgt, dass ihre Gesellschaft durch das islamische Korsett in einer Sackgasse gelandet ist.
      Ich vermute, dass es sogar viele Personen in der islamischen Welt gibt, die eine solche Erkenntis hatten oder kurz davor stehen, aber es halt extrem schwer ist mit so etwas an die Öffentlichkeit zu gehen oder nun etwas aktiv gegen das reaktionäre, islamische Rahmenwerk zu machen – wir alle wissen ja, was der Islam von Islamkritikern und Apostaten hält und was ihre Strafe sein soll, welche ja auch häufig von einem fanatischen Moslem dann umgesetzt wird.
      Aber genau diese Konflikte sind ja am aufbrechen und ich hoffe, dass es säkularen Kräften innerhalb der islamischen Welt gelingen wird sich zu behaupten und den Einfluss des Islams zumindest zurückzudrängen und dazu zu sorgen, dass auch in den islamischen Ländern Religion hauptsächlich Privatsache wird. Aber das wird kein leichter Weg und ich denke auch kein unblutiger Weg (auch analog Europa damals).
      Wir Nicht-Muslime können diesem Konflikt eigentlich nur zusehen und eventuell punktuelle Unterstützung für säkulare, aufgeklärte Kräfte leisten. Wie du bereits geschrieben hast ist es Kontraproduktiv, hier mit der Holzhammer-Methode reinzugehen und diese Leute belehren zu wollen. Die Reaktion wird dann wie du sagst sein, dass sich diese Gruppen welche sich vor 5 Minuten noch gegenseitig bekämpft haben zusammenschliessen werden um gegen die Ungläubigen zu kämpfen, welche den Islam angreifen. Das haben wir ja schon schön in Afghanistan gesehen, aber die Russen lernen scheinbar nichts. Kurz gesagt: eine Intervention von Aussen wird immer als Angriff auf den Islam verstanden werden und wird alles noch verschlimmern. Ergo heisst das, dass eine Veränderung von Innen kommen muss.
      Ich denke leider, dass es den Leuten erst so extrem schlecht gehen muss, dass sie erst sehen, dass ihr System, ihre Religion keine Lösungen bietet. Dann müssen sie aber stark genug sein, etwas dagegen tun zu können (hier können wir sie vielleicht unterstützen, z.B. analog Raif Badawi Druck aufbauen und auf die Gültigkeit der allgemeinen Menschenrechte beharren).
      Der Iran ist z.B. ein interessantes Beispiel. Die islamische Revolution hat dazu geführt, dass sicherlich die Mehrheit der Menschen dort nun den Islam verabscheut, da sie seine Auswüchse tagtäglich ertragen müssen. Leider nützt das, zumindest aktuell, noch nichts, da die regierende Minderheit keine Skrupel besitzt die andersdenkende Mehrzeit zu terrorisieren und zu unterdrücken. Also auch hier die Flammen unter der Asche die darauf warten angefacht zuwerden – vielleicht braucht es nur noch einen speziellen Moment dafür, ein spezielles Ereignis als Zündung? Zumindest für die nächste Stufe auf dem langen Prozess zu einer Säkularisierung.
      Aber vielleicht sind das auch nur Tagträume von mir und die Realität die kommen wird, wird meine Hoffnungen auf solche Entwicklungen zerstören.

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