(Übersetzung des „Citizen Warrior“-Artikels Mosques and Synagogues and Churches Have Stood Side-By-Side in Peace in the Middle East for a Thousand Years„, September 2010)

Kirchen und Moscheen, Seite an SeiteDies ist ein weiter Artikel aus unserer Reihe „Antworten auf Einwände„. Man hört diesen Einwand oft von Personen, welche nicht viel Ahnung über den Mittleren Osten haben: „Standen Moscheen, Kirchen und Synagogen im Mittleren Osten nicht Seite an Seite für hunderte von Jahren?“.

Die Schlussfolgerung ist natürlich, dass wenn alles was du über den Islam sagst wahr wäre, dass dann alle Christen und Juden, welche in islamischen Ländern leben, schon vor Jahrhunderten ausgelöscht oder zum Islam konvertiert sein müssten. Aber sie sind immer noch hier und nicht nur das – sie haben auch ihre Gebetshäuser. Das beweist wohl, dass der Islam tolerant ist, oder?

Die Antwort ist: „Ja, Moscheen, Kirchen und Synagogen stehen im Mittleren Osten Seite an Seite (ausser in Saudi-Arabien)“. Aber das fehlende Puzzle-Teil sind die Dhimma-Gesetze. Der Rest der Antwort lautet also: „Islam erlaubt Juden und Christen (aber nicht Buddhisten, Hindus oder Atheisten) ihren Glauben zu praktizieren so lange sie den Dhimma-Schutzvertrag halten“.

Dann kannst du erklären was genau „Dhimmitude„, respektive „Dhimma“ ist und wie es funktioniert. Dhimmis müssen eine Steuer entrichten, gewöhnlich 25% bis 50% ihres Einkommens. Muslime müssen diese Steuer nicht bezahlen. Es ist Schutzgeld, das ist keine Verdrehung – das ist was Muslime selber von dieser Steuer halten. So lange Dhimmis dieses Geld bezahlen sowie andere Bedingungen und Demütigungen akzeptieren wird ihr Leben verschont. Wenn sie den Vertrag brechen, dann haben sie ihr Leben verwirkt.

Andere Bedingungen gibt es viele. Dhimmis dürfen ihre Kirchen oder Synagogen nicht reparieren, auch dürfen ihre religiösen Gebäude nicht höher als die Moscheen sein. Juden und Christen dürfen keine Symbole ihrer Religion an Orten tragen wo Muslime sie sehen könnten. Sie dürfen keine religiösen Geräusche machen (zum Beispiel das singen einer Hymne oder das laute Beten) welche ein Muslim hören könnte. Sie dürfen auch nicht mit einem Moslem über ihre Religion reden. Und so weiter und so fort.

Wenn ein Dhimmi eine dieser Regeln verletzt ist die Bestrafung der Tod. Wenn Dhimmis sich an diese Regeln halten, dann ja, dann können sie ihre Kirchen und Synagogen haben und so war es auch im Mittleren Osten und in Nordafrika, da bevor die Muslime diese Gebiete eroberten, es primär Gebiete von Christen und Juden waren. Ihre Zahlen haben sich nun stark verringert über die letzten 1400 Jahre, da die meisten flohen, zum Islam konvertierten oder getötet wurden. Einige Überbleibsel von ihnen sind aber immer noch dort.

Das islamische Recht deckt jeden Bereich des täglichen Lebens ab und wenn es angewendet wird dann eliminiert der Islam jede andere Kultur bis an jenem Ort nichts mehr anderes übrig bleibt (erfahre hier mehr darüber). Die Zahlen von Christen und Juden in islamischen Ländern sind immer noch am schrumpfen.

Wenn du erklärt hast warum Synagogen und Kirchen in islamischen Ländern gefunden werden können, dann erkläre doch die Grundzüge des islamischen Rechts. Empfehle das Buch „Sharia Law for Non-Muslims“. Diese kurze Lektüre gibt einen guten Überblick über ein faszinierendes Themengebiet und kann ein richtiger Augen-Öffner sein.

Wenn du eine bessere Antwort auf diesen Einwand hast, so lass uns diese wissen und hinterlasse sie in einem Kommentar.

Bonus: Während eines Interviews in Bill Mahers Sendung hat Ayaan Hirsi Ali diesen Einwand schön beantwortet. Schau dir den Video an: „Die Wahrheit über den Islam“ (auf Englisch).

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