(Übersetzung des „Citizen Warrior“-Artikels „You’re taking the verses of the Quran out of context„, September 2010)

Arabischer TextDies ist ein weiter Artikel aus unserer Reihe „Antworten auf Einwände„. Zu einem meiner Artikel erhielt ich einen Kommentar mit einem Einwand, welchen ich schon oft gehört habe:

Ich bin schon mein ganzes Leben ein Moslem. Menschen aus dem westlichen Kulturkreis im Generellen lieben es, Verse des Korans aus ihrem historischen Kontext zu nehmen und dann blind den Islam und den Koran als gewalttätig zu beschuldigen. Zu deiner Information, viele dieser „gewalttätigen“ Verse wurde dem Propheten Mohammed (der Friede möge mit ihm sein) offenbart, als er mit den Heiden aus Mekka im Kriegszustand war. Also, lies die Gründe der Offenbarung sehr sorgfältig, dann wirst du diese Verse verstehen und zu welchem Zweck sie gedacht waren.

Ich habe einige Antworten gegeben und mir gedacht, dass sie euch hilfreich sein könnten, wie man einem solchen Einwand entgegnet. Hier sind einige meiner Antworten:

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Ich Antworte dir [Anmerkung: damit ist der ursprüngliche Autor des Einwandes gemeint] auf verschiedene Arten. Nicht weil ich glaube, dass dies deine Einstellung ändern wird, sondern dass alle, welche nach dir diese Kommentare lesen, etwas von unserer Interaktion dazulernen können.

Zu aller Erst: ich habe schon viele Kommentare wie deinen erhalten. In der Tat, habe ich schon so viele Kommentare dieser Art erhalten, dass ich eine „Standard-Antwort“ geschrieben habe, welche du hier nachlesen kannst:

Nachricht an friedliche Muslime

Meine spezifischere Antwort auf das was du sagst:

  1. Gemäss dem Mainstream-Islam seit der Zeit Mohammeds, ist der Koran das perfekte, unveränderliche, ewig gültige Wort Allahs.
  2. Im Koran wird 91-mal erwähnt, dass ein Moslem dem Beispiel Mohammes folgen muss
  3. Mohammed war wiederholend und durchgängig intolerant und gewalttäig gegenüber Nicht-Muslimen sobald er die Macht hatte dies zu tun. Er befahl die Ermordungen derjenigen, welche ihn oder den Islam beleidigt hatten. Er befahl und überwachte persönlich die Enthauptung seiner politischen Gefangenen. Er überfiel und plünderte in den letzten zehn Jahren seines Lebens. Dies ist nicht die Geschichte, wie sie von seinen Feinden erzählt wird, sondern die Geschichte wie sie durch die Sira und Hadith erzählt wird – geschrieben von gläubigen Muslimen.
  4. Es gibt nicht viele friedliche Textstellen im Koran, aber die wenigen die existieren wurden alle durch gewaltätigere und intolerantere Verse aufgehoben, welche Mohammed zu einem späteren Zeitpunkt seiner prophetischen Kariere offenbart wurden. Erfahre hier mehr darüber: Definition von „Abrogation“.

Meine nächste Antwort zietiert aus einem exzellenten Artikel mit dem Titel „Sind das Judentum und Christentum so gewalttätig wie der Islam?„:

Andererseits waren zwar die ursprünglichen Feinde des Islam, wie das Judentum, historisch (z.B. christliche Byzantiner und zoroastrische Perser), aber der Koran hebt sie selten mit ihren eigentlichen Namen heraus. Stattdessen wurde (und ist) den Muslimen befohlen die Völker des Buches zu bekämpfen – „bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten“ und: „Tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet.“

Die beiden arabischen Konjunktionen „bis“ (hata) und „wo immer“ (haythu) demonstrieren die immerwährende und allgegenwärtige Natur dieser Gebote: Es gibt immer noch „Völker des Buches“, die noch nicht „völlig unterworfen“ sind (besonders in den Amerikas, Europa und Israel) und „Heiden“, die getötet werden müssen „wo immer“ man sie findet (besonders in Asien und dem Afrika südlich der Sahara). In der Tat ist das herausragende Kennzeichen aller gewalttätigen Gebote der islamischen heiligen Schriften ihre Natur des offenen Endes und der Allgemeinheit: „Und kämpft gegen sie [die Nichtmuslime], … bis sämtliche Verehrung auf Allah allein gerichtet ist.“ Außerdem erklärt Mohammed in einer gut bezeugten Tradition, die in den Hadith-Sammlungen auftaucht:

„Mir ist befohlen Krieg gegen die Menschen zu führen, bis sie bezeugen, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass Mohammed der Botschafter Allahs ist; und dass sie das Gebet der Niederwerfung einführen und die Almosensteuer zahlen [d.h. zum Islam konvertieren]. Wenn sie das tun, sind ihr Blut und Eigentum geschützt.“

Und meine abschliessende Antwort auf diesen Einwand war die Folgende:

Und schliesslich, ob man nun glaubt, dass der Koran einem befiehlt intolerant und gewalttäig gegenüber Nicht-Muslimen zu sein, glauben viele Muslime dies augenscheinlich und sie benutzen den Koran um ihre Gewalt auf der ganzen Welt gegenüber Nicht-Muslimen zu rechtfertigen – und sie machen dies seit 1400 Jahren.

Es ist eine solch beständige Thematik, dass es eine Webseite gibt, welche alle gewaltätigen Aktionen aufzeichnet, die im Namen des Islams auf der gesamten Welt verübt wurde seit dem 11. September 2001. Bis zum heutigen Tag, dem 2. September 2010, wurden fünfzehntausend und neunhundersechsundsechzig Attacken auf Nicht-Muslime seit dem 11. September 2001 verübt [Anmerkung: mittlerweile 16’973 bis zum 23. März 2011] und die meisten dieser Angriffe haben viele Leute getötet und verwundet.

„Citizen Warrior“ [und „Schwert der Aufklärung“] ist eine Webseite die den Zweck verfolgt Nicht-Muslimen zu helfen zu verstehen, woher die fortwährende Feindseligkeit ihnen gegenüber kommt und was man dagegen tun kann. Falls du eine Webseite starten möchtest, die Muslime von dem zu überzeugen versucht, von dem du versuchst mich zu überzeugen, dann würde ich dir für dein Bemühmen applaudieren.

Aber falls du versuchst mich zu überzeugen, weil du nicht glaubst dass der Koran Gewalt oder Intoleranz gegen Nicht-Muslime befürwortet und somit der Rest der Muslime dies auch nicht tut, dann glaube ich dass dein Versuch hoffnungslos ist. Ich habe den Koran von der ersten bis zur letzten Seite gelesen.

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Dies ist, wie ich diesen spezifischen Einwand beantwortet habe. Ich würde gerne wissen, wie du diesen beantwortet hast, beantworten würdest oder ob du eine Ergänzung zu diesem Thema hast. Falls ja, dann hinterlasse doch einen Kommentar.

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