Gemäss tagesanzeiger.ch haben sich etwa 200 Gegner der Minarett-Initiative via Facebook/Twitter/SMS verabredet und bauen nun auf dem Helvetiaplatz in Zürich aus Karton oder alten Möbeln Minarette. Dieser Akt der freien Meinungsäusserung ist natürlich ihr Recht, da in unseren westlichen Ländern nicht ein religiöses Buch eine bestimmte Meinung verbindlich vorschreibt.

Ich kann sogar verstehen wieso diese Leute so etwas machen. Man will hat „bei den Guten“ sein, zu den toleranten gehören. Hey, wir lieben uns doch alle, bei uns ist jeder willkommen. Wacht auf Leute! Auch wenn ich eure Beweggründe verstehen kann – sie sind einfach nur FALSCH. Hätte es in den 30er-Jahren in Deutschland eine Initiative gegeben, die das Hakenkreuz verboten hätte, wärt ihr dann auch auf die Strasse gegangen, mit selbstgebastelten Hakenkreuz-Armbinden um euch mit der armen Nazi-Minderheit zu solidarisieren? Ja, das war jetzt provokant formuliert, doch würdet ihr den Islam kennen, würdet ihr sehen dass dieser Vergleich durchaus berechtigt ist.

Bin ich ein Rassist? Ein Rechtsradikaler?  Gemäss euren Vorstellungen, weil ich gegen den Islam bin, vermutlich ja. Meine besten Freunde kommen und kamen aus allen Teilen der Welt. Mein bester Freund war zuerst ein Farbiger, dann ein Chinese und dann ein Ungar. Ich möchte nicht gegen Menschen hetzen, ich bin nicht gegen Muslime. Ich bin gegen eine 1400 Jahre alte Wüstenreligion die von einem gewissen Mohammed erfunden wurde und welche nicht in unsere moderne Welt passt.

Ginged ihr auf die Strasse, wenn jemand Scientology das Errichten von Bürogebäuden verbieten würde? Nein? Warum nicht? Weil Scientology eine böse Sekte ist? Ist der Islam das nicht? Wisst ihr das? Von wem habt ihr eure Meinung aufgeschnappt?

Dass ihr einfach nicht denken könnt sieht man an solchen  Aussagen:

«Dort, wo die Probleme angeblich am grössten sein sollen, war die Zustimmung am geringsten», sagte Glättli weiter. «Im Kreis 4 wurde klar Nein gesagt, gleichzeitig ist der Kreis 4 einer der mulitkulturellsten Orte in der Schweiz. Das zeigt, dass es eine irreale Angst ist.»

Ist doch logisch. Wenn jemand in Duisburg-Marxloh (Ortsteil in Duisburg mit muslimischer Parallelgesellschaft) fragt, ob er den Islam gut oder schlecht findet, wie ist da wohl die Antwort? Wenn ich in ein Restaurant gehe und am Stammtisch die Kettenraucher befrage, ob sie dafür sind diese Gaststätte in eine rauchfreie Gasttätte zu verwandeln, wären sie dafür? Wohl kaum. Also: zu erst denken, dann handeln.

Geht doch weiter hinaus und baut eure Karton-Minarette und fühlt euch dabei toll, weil ihr ja so gute Menschen seid – für mich seid ihr Kollaborateure einer Ideologie welche seit 1400 Jahren der Menscheit praktisch nur Leid beschert habt.

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9 Gedanken zu “Gegner der Minarett-Initiative gehen auf die Strasse

  1. Ganz genau, nach dem Motto: ihr dürft abstimmen wie ihr wollt, aber anschließend entscheiden wir welche der Antwortmöglichkeiten die „demokratischere“ war – so funktioniert Demokratie nun mal nicht! Meinungen müssen respektiert werden, aber die Medien wittern den „Goldochsen“ und berichten alle zu selben Thema auf die gleiche Art und Weise – wo ist hier der Ruf nach Demokratie…

    Gruß Nikita

  2. Es geht einfach nach dem Motto „Ich finde deine Meinung super, so lange sie die selbe ist wie die Meine“.

    Die Politiker werden irgendwann vermutlich noch die Quittung bekommen, wenn sie weiterhin am Volk vorbei arbeiten. Glauben Politiker das soziale Unruhen nicht kommen können, weil sie „out“ sind oder sowas?

    Den Medien, dem Bundesrat oder z.B. den Grünen ist nicht klar, dass sie mit ihrer Verurteilung der Ja-Wähler diesen nun quasi sagen „Ihr Nazi-Trottel, ihr dummen. Warum habt ihr falsch gewählt.“ Glauben sie, dass sich die Leute das gefallen lassen? Bin gespannt wieviele sich nun von den Grünen abwenden, wenn man pauschal abgestempelt wird.

    Aber es ist ja schon wichtig wenn man gleich mal nach der Abstimmung reflexartig seinen unüberlegten Senf abgibt, nur damit man sich auf der sicheren Seite wähnt.

  3. „würdet ihr den Islam kennen“

    Mensch, wach mal auf. Nageln wir heute noch Leute ans Kreuz? Religionen passen sich den Zeiten an. Hab mal nicht so viel Angst.

    1. Religionen passen sich nicht an. Die Menschen passen sich an. Der Koran gilt als das unverfälschte und unveränderliche Wort Gottes. Ein gläubiger Muslim muss also alles befolgen was der Koran im vorschreibt. Wenn ein Muslim sagt „Ich möchte aber keine Christen hassen“ dann handelt er gegen den Koran und Osama bin Laden erkennt zu recht „Das ist kein richtiger Muslim.“.

      Und wie sehr sich der Islam an die moderne Welt angepasst hat, sehen wir ja zur Zeit schön im Iran. Wenn Jannati den Sicherheitskräfte den segen gibt Gefangene zu vergewaltigen um an Geständnisse zu kommen sei dies legal, da es im Sinne des Islam ist. Diese Länder werden nicht von einigen islamischen Fanatikern regiert, sie werden von korantreuen Moslems regiert – irgendwann muss sich das auch das iranische Volk eingestehen.

      Hast du den Koran überhauptmal gelesen? Kennst du die Lebensgeschichte von Mohammed? Wenn man über den Islam redet, dann sollte man sich damit zuvor auch auseinander gesetzt haben. Der Islam ist nicht „wie die Muslime heute den Islam praktizieren“ der Islam wurde vor 1400 Jahren festgeschrieben und seitdem ewiggültig.

      1. Natürlich verändert sich die Religion. Wie die Schriften ausgelegt werden ist Interpretation und wird oft missbräuchlich in die gewollte Richtung gelenkt.

        P.s.
        „So tötet nun alles Männliche unter den Kindern, und tötet alle Weiber, die einen Mann im Beischlaf erkannt haben;“

        (4. Mose 31, 17)

  4. Also, wenn ich dich richtige verstehe, dann ist es OK wenn der Islam nicht mit den schweizer Gesetzen vereinbar ist, weil die Bibel enthält ja auch Stellen die nicht vereinbar sind? Tolle Logik.

    Ausserdem: Selbst die Kriche sagt, dass die Bibel nicht Gottes Wort ist. Wir wissen das es ein historisches Buch ist, aus zahlreichen Quellen und vielfach abgeändert. Wenn jemand behauptet man müsse die Anweisungen der Bibel genau befolgen, dann dürfen wir den heute ruhig auslachen.

    Beim Koran ist dies genau umgekehrt. Der Koran gilt unter Muslimen als Gottes Wort. Er ist unverfälscht und unveränderlich sowie bis in Ewigkeit gültig. Wenn jemand behauptet man muss die Anweisungen des Korans genau befolgen, dann ist er ein guter gläubiger Moslem. Wer es nicht tut der hält sich vielleicht für einen Moslem, ist er es aber wirklich? Gemäss der Definition seiner eigenen Religion, basierend auf dem Koran: nein.

    1. Du denkst dabei aber an Fundamentalisten. Fundamentalisten gibt es genau so bei uns, wie im Islam und allen anderen Religionen auf der Welt. Ins totalitäre getrieben kann jede Religion fatal sein. Dem sollten wir uns schon immer bewusst sein.
      Real betrachtet sind Religionen aber einfach nur Leitfäden und für manche auch Lebensmaxime. Wenn jetzt jemand lustige Türme bauen möchte oder Wild im Kreis hüpfen, sollten wir uns freuen, dass er Abwechslung und Horizonterweiterung in unsere Gesellschaft bringt.

      1. Ist es nicht problematisch, dass diese Fundamentalisten dann aber praktisch im Recht sind. Da ihnen das Fundament ihrer Religion, der Koran, Recht gibt? Natürlich gibt es Strömungen, die sich teilweise gewandelt haben, doch das birgt die Gefahr dass dann wieder einige kommen und sagen „Ihr seid keine richtigen Muslime, ihr müsstet dies so und so machen.“ und sie hätten eigentlich recht. Es birgt immer die Gefahr, dass sich einige wieder auf „ihre Wurzeln“ zurückbesinnen.

        Die Bahai ist die einzige Strömung welche aus dem Islam entstanden ist, welcher ich Grundsätzlich positiv Gegenüberstehe, da sie sich wirklich markant vom Fundament des Islam gelöst haben. Die Bahai bilden heute praktisch eine komplett neue Religion und haben mit „dem Islam“/dem Koran nichts mehr am Hut.

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